„Funktioniert der DSTV Assistant auch mit Weldments?" – das ist eine der Fragen, die uns häufig gestellt wird. Die kurze Antwort: "Ja, absolut."
Und das gilt genauso für importierte STEP-Dateien und ähnliche Formate. In diesem Beitrag zeigen wir beide Workflows im Detail und erklären auch, warum der schnellste Weg beim Weldments-Export nicht immer der schlaueste ist.
SOLIDWORKS Weldments / Structure System
STEP-Dateien
Der DSTV Assistant arbeitet problemlos mit SOLIDWORKS Weldments – der Einstieg ist denkbar einfach. Wichtig ist dabei nur, dass man sich auf Baugruppenebene befindet, bevor der Export gestartet wird. Im Video zeigen wir den kompletten Workflow – und warum es sich lohnt, einen Moment länger nachzudenken, bevor man auf „Export all" klickt.
SOLIDWORKS Weldments / Structure System erzeugen sogenannte Multi-Body Parts – ein einziges Teil, das mehrere Körper enthält. Das ist für die Konstruktion praktisch, hat aber beim DSTV-Export eine wichtige Konsequenz: die automatische Gleichteileerkennung funktioniert bei Multi-Body Parts nicht.
Was bedeutet das in der Praxis? Wenn eine Baugruppe beispielsweise sechs identische Pfosten enthält, erzeugt ein direkter Export sechs separate NC-Dateien – obwohl eigentlich eine Datei mit der Anzahl 6 das korrekte und gewünschte Ergebnis wäre.
Das ist kein Fehler des DSTV Assistants – es ist eine strukturelle Eigenheit von SOLIDWORKS Weldments. Der schnelle Weg liefert gültige NC-Dateien, aber mehr davon als nötig. Wer sauber strukturierte Exportergebnisse mit korrekten Stückzahlen benötigt, sollte den nächsten Schritt nicht überspringen.
Diese Beschreibung hier ist sehr komprimiert, wenn Sie dieses Thema interessiert, haben wir einen eigenen, ausführlichen Newsblogbeitrag zu diesem Thema:
Die Lösung liegt in SOLIDWORKS selbst: Mit Einfügen > Features > Körper speichern lassen sich die einzelnen Körper eines Multi-Body Parts als eigenständige Parts speichern – und gleichzeitig direkt als neue Baugruppe ablegen. Danach enthält die Baugruppe keine Multi-Body Parts mehr, sondern individuelle Einzelteile.
In der neuen Baugruppe lassen sich nun alle Einzelteile im Feature Tree klar unterscheiden. Der Quickstart for Assembly im DSTV Assistant startet die Analyse direkt – ohne manuelle Auswahl. Die Profilerkennung greift zuverlässig, und der anschließende Export liefert deutlich weniger Dateien mit korrekten Stückzahlen.
Der Unterschied beim Export des obigen Beispiels spricht für sich:
Direkter Export aus dem Multi-Body Part: 12 NC-Dateien, keine Gleichteileerkennung, jedes Profil einzeln
Export nach Save Bodies: deutlich weniger Dateien (7 Stk.), korrekte Stückzahlen in den NC-Daten, sauber strukturierter Exportordner
Für einen schnellen Zweck-Export ist der direkte Weg durchaus brauchbar. Für den produktiven Einsatz in der Fertigung ist der Umweg über Save Bodies klar empfehlenswert.
Importierte STEP-Dateien lassen sich genauso unkompliziert verarbeiten wie native SOLIDWORKS-Bauteile. Voraussetzung ist lediglich, dass die STEP-Dateien als Einzelteile in eine Baugruppe geladen wurden. Danach übernimmt der DSTV Assistant mit einem einzigen Klick.
Nach dem Export lassen sich die erzeugten NC-Dateien sowohl im Texteditor als auch im NC-Viewer überprüfen. Im Viewer wird aus den NC-Daten ein 3D-Modell gerendert – inklusive aller Bohrungen und Bearbeitungen. Ein einfacher und zuverlässiger Plausibilitätscheck, bevor die Daten an die Maschine übergeben werden.
Das Ergebnis ist sauber strukturiert und auch für Menschen lesbar – ein NC-Format, das nicht nur Maschinen, sondern auch Konstrukteure und Fertigungsplaner direkt verstehen können.
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